Die Traumgeburt – ohne Angst!

 

Panikmache bringt überhaupt nichts!

In nicht mal einer Woche ist es schon soweit, der errechnete Geburtstermin ist erreicht. Die ersten drei Monate meiner Schwangerschaft wollten irgendwie gar nicht vergehen. Zu Beginn war ich auch wirklich unlocker und habe mir viele Gedanken und Sorgen gemacht. Ich konnte meine Zumba-Maus damals noch nicht spüren und hatte ja keine Ahnung, dass sie sich zu einem wahren Kraftpaket und einer Bewegungsfanatikerin entwickelt. Eines war mir dann allerdings schnell klar: Ich werde jetzt nicht 10 Monate mit ständiger Angst um das Würmchen durch die Welt gehen. Eine große Hilfe war dabei auch Mr. Z. Als er gesagt hat: “Es kommt wie es kommt.”, hätte ich ihn gern geschlagen, was für ein doofer Satz aber er hatte zu 100 Prozent recht. Dieses Satz begleitet mich jetzt bis zur Geburt und alles andere macht keinen Sinn, man kann nichts beeinflussen. Mit jedem Monat und vor allem mit jeder spürbaren Bewegung des Babys wurde ich dann entspannter und lockerer. Ich bin weiterhin viel unterwegs, arbeite in Haus und Garten und radel dreimal die Woche zur Sprachschule, eigentlich tut mir alles gut außer stundenlanges rumliegen. Das anfängliche Tage zählen war deshalb schnell vorbei, ich hatte genug Ablenkung durch den Blog, die Sprachschule und unsere tollen Gäste in Dänemark. Und plötzlich stehe ich schon kurz vor der Geburt, keine Ahnung wann das passiert ist. Komischerweise bin ich tiefenentspannt und ja, ich freue mich auf die Geburt, offensichtlich geht es da aber nicht allen Mamas in Spe so. Auf das Kind freuen sich alle aber bei der Vorstellung an die Entbindung drehen viele Frauen durch.

Schon allein wegen meines Blogs bin ich in vielen Mamagruppen auf Facebook unterwegs und natürlich möchte ich mich auch so zu einigen Dingen belesen. Die Gruppen sind auch ideal um Fragen loszuwerden, eine Antwort, Einschätzung der Lage oder Tipps bekommt man immer. Oftmals scheint es den jungen Mamas Selbstsicherheit zu geben, wenn sie nachfragen und vergleichen können und klar ist ja wohl auch: Jedes Problem mit den Kleinen gab es schon einmal irgendwo, also muss es auch Lösungsansätze dafür geben. Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass man sich in und durch die Gruppen herrlich verrückt machen kann. So schreiben zum Beispiel schon Frauen ab dem 8. Monat, dass sie “eine riesen Angst vor der Geburt” haben oder “nicht mehr schlafen können und Panik vor den Wehen” haben. Ganz oft Mädels wie ich, die ihr erstes Kind erwarten. Ehrlich gesagt weiß ich nicht woher diese Angst kommt und ich bin sehr froh, dass ich sie nicht habe. Natürlich hat man großen Respekt vor der Geburt aber wie kann man panische Angst vor etwas haben, was man zum ersten Mal in seinem Leben macht? Ich sehe eher die positiven Seiten und vor allem die Fakten. Fakt 1: Das Kind ist drin und muss definitiv raus. Fakt 2: Es haben schon so viele geschafft und wenn es nicht zum Aushalten wäre, hätte es sich sicher in den letzten tausend Jahren mal rumgesprochen und wir wären ausgestorben. Fakt 3: Die Geburt läuft bei jeder Frau anders, warum also vom Schlimmsten ausgehen und empfindet nicht jeder “schlimm” anders? Fakt 4: Man ist während der Entbindung von Fachleuten umgeben, die das seit Jahren täglich machen. Positiv: Nicht alle Menschen dürfen die krasse Erfahrung einer Geburt machen (vor allem die Männer nicht 🙂 ). Es wird mich also in jedem Fall prägen und beeinflussen. Positiv 2: Viele bezeichnen die Geburt ihres Kindes als den schönsten Moment ihres Lebens, da wird schon was dran sein. 🙂 So, genug geklugscheißert. Ich glaube einfach, dass der Körper und auch das Baby darauf reagieren, wenn die werdende Mama bei jeder Wehe vor Angst erstarrt und deshalb möchte ich so entspannt, locker und offen wie möglich an die Geburt ran gehen. Fragt mich danach nochmal 🙂 Die Gelassenheit habe ich mir dabei sicher auch von den Dänen abgeschaut, die Unterschiede zu einer Schwangerschaft in Deutschland sind groß. Viel weniger Untersuchungen, viele Schwangere sind während der Schwangerschaft nur einmal beim Arzt zur Feindiagnostik. Einige verlassen bereits am Tag der Geburt das Krankenhaus, ein CTG habe ich bis heute nicht gesehen. Im nächsten Beitrag habe ich die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Dänemark zusammen gefasst, freut euch drauf. Einen Geburtsvorbereitungskurs habe ich übrigens auch nicht gemacht. Es wird sich zeigen, ob das eine gute Idee war. 🙂 So, nun aber zum eigentlichen Thema, meiner Traumgeburt. Natürlich darf die kleine Zumba-Maus jederzeit kommen aber ich würde gern im Nachhinein meine Traumvorstellung mit der Realität vergleichen und deshalb sollt auch ihr erfahren, welchen Deal ich mit der Prinzessin habe. In spätestens 3 Wochen erfahrt ihr dann, ob sich die Kleine dran gehalten hat:

Geburtstermin ist der 05.12.! Ich habe meine dänische Abschlussprüfung (mündlich) am 08.12. und diese würde ich gern noch meistern, danach kann es losgehen. 🙂 Am 10.12. hat Papa Z. dann auch sein letztes Spiel, das Timing um diesem Zeitraum wäre also perfekt. Es müssen aber nicht unbedingt die 90 Minuten auf dem Patz sein. 🙂 Ich würde gern morgens mit den ersten Wehen aufwachen und dann noch duschen und frühstücken. Es wäre schön, wenn ich nicht schon die ganze Zeit im Krankenhaus bin sondern erst, wenn sich die Wehen häufen und es “wirklich” los geht. Wenn mir die Fruchtblase nicht schon vorher einen Strich durch die Rechnung macht. Ich hoffe mein Mr. Z kann dabei sein und fährt dann zusammen mit mir ins Krankenhaus. Wenn ich dann da bin darf es gern schnell gehen und ich habe einen Freifahrtschein zum Beschimpfen des Kindsvaters, ohne Folgen. 🙂 Die Fruchtblase platzt und 4 Stunden später haben wir unsere gesunde Tochter auf dem Arm. Wie gesagt, dass ist meine Idealvorstellung. So wie sich die Zumba-Maus im Bauch benimmt, wird sie wohl ihre eigenen Pläne mit uns haben. Ich möchte gern auf Schmerzmittel verzichten und ich hoffe auch sehr, dass sie sich allein auf den Weg macht, auch wenn es bitterkalt in Dänemark ist.

Ich freue mich schon jetzt auf meinen Beitrag: “Die Geburt”. Dann kann ich euch endlich berichten, wie es wirklich war, wie entspannt Mr. Z und ich tatsächlich waren als es losging und vor allem ist sie dann endlich bei uns, unser neues Teammitglied. Wir freuen uns sehr auf Dich!

Und jetzt seid ihr dran! Ich liebe Geburtsgeschichten und die Erinnerungen der Mamas daran. Lasst mal hören wie weit bei Euch die Traumgeburt und die Realität auseinander lagen. 🙂

Lest hier: 

Wir werden Eltern!

Der Schwangerschaftstest

Hilfe, ich werde Mama!

Dir gefällt, was ich schreibe? Hier findest du mein Buch. Ich würde mich freuen, wenn du mal reinschaust.
Liebe Grüße,
Eure Kristina vom Dorf

15 Gedanken zu „Die Traumgeburt – ohne Angst!

  • November 29, 2017 um 12:31 am
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    Hej,

    ich wünsche Dir alles Gute und das alles so kommt wie Du es Dir wünschst. Deshalb erzähle ich mal nicht wie unsere Zwerge ihren Weg auf die Welt gefunden. Ausserdem war ich selber noch nicht in der prekären Situation zu Gebären. Ich lese dann gerne wie es für Mister Z. war. 🙂

    Held og Lykke til Dig!

    mvh Steffen

    Antworten
    • November 29, 2017 um 1:11 am
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      🙂 Ojjee.
      Darauf bin ich auch sehr gespannt, wie Mr. Z mich durch die Wehen coacht. 😀

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      • November 29, 2017 um 1:33 am
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        Also, ich saß entspannt im Sessel daneben 🙂 und als es soweit war hab ich woanders hingeschaut und mich coachen lassen. Aber wenn der Zwerg dann da ist, ist es das schönste Gefühl der Welt. Auch wenn man nicht “direkt” beteiligt war.

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  • November 29, 2017 um 7:01 am
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    Also ich habe zwei stinknormale, wunderschöne Geburten hinter mir und diene Fakten glichen genau den meinen! Ivch habe mir auch im Vorhinein Gedanken zum ärztlich notwendigen Kaiserschnitt gemacht – wat muss, dat muss – wenn es notwendig gewesen wäre, isses halt so. Ja, es tut weh, auch manchmal gaaaaanz dolle, dennoch war es toll. Tipp für Mr. Z: Klappe halten, Stirn abtupfen, Hand halten und Trinken reichen. Mehr nicht!

    Ich denke auch, dass wenn man sich vorher verrückt macht, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, das was verrückt verläuft!

    Ich denke an euch! Alles wird gut! 😍

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  • November 29, 2017 um 8:15 am
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    Hallo,
    solch eine Traumgeburt ist möglich.Ganz ohne Vorbereitungskurs… Dafür wünsche ich dir alles Gute und ganz viel Kraft.
    Meine Tochter kam am 28.01.2017 zur Welt. Ohne Vorbereitungskurs,ohne Anmeldung in meinem Wunsch-Klinikum. Mein Wehen begannen schon morgens am 27.01.,diese waren aber nicht wirklich stark- war zum Frauenarzttermin und konnte noch ausgiebig mit meinem Mann fürs Baby shoppen gehen. Am Abend wurden die Wehen stärker…Ich dachte bei mir, OK, tut zwar etwas weh,aber noch kein Grund gleich in Panik zu verfallen, also ab in die Badewanne,entspannen und Tee trinken. Gegen 0 Uhr und obwohl die Wehenabstände noch nicht kürzer wurden, sagte ich dann zu meinem Mann: Lass uns mal ins Krankenhaus fahren…Gute Entscheidung. Dann ging alles sehr schnell.Die Hebamme empfing uns sehr freundlich,das CTG zeigte eindeutig Wehen, der Muttermund war auch schon bei 6cm Öffnung,meine sonst heiß geliebte Wanne konnte ich nur kurz genießen, denn dann machte sich unsere Kleine zügig und unter viel Geschrei meinerseits auf den Weg. Die Fruchtblase platzte und etwa 5 oder 10 min später (Hatte die Uhr nicht im Blick,musste mich aufs Schreien konzentrieren) um 3.44Uhr hielt ich meine “Bohne” im Arm. Ich bin bis heute sehr froh darüber,dass es so schnell ging und ich keine Schmerzmittel oder sonstiges wollte bzw. brauchte. Mein Mann hat die Geburt auch besser überstanden als ich je geglaubt hätte und hat sich an das Wichtigste gehalten,was ich mir von ihm gewünscht hatte: Klappe zu!!!! Bitte nicht so ein Quatsch wie ” Du machst das toll!” oder ” Atme!”. Er war einfach nur da,atmete ganz ruhig und hielt mich fest…
    Es war meine Traumgeburt…
    Liebe Grüße, Doreen

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  • November 29, 2017 um 8:24 am
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    Ich wünsche Euch, dass alles bestens klappt und hoffe das ‘Gegenpressing’ bei der Geburt kein Thema wird. 🙂

    Antworten
  • November 29, 2017 um 9:32 am
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    Ich durfte bisher 2 absolute Traumgeburten erleben und deine Vorstellung trifft mit meiner 1. Geburt fast überein.
    Ich war bereits 8 Tage über dem errechneten Termin, hatte am Tag zuvor noch bitterlich geweint, weil ich fast nicht glauben konnte, dass es doch noch einfach so von selbst losgeht.
    Morgens um 8 habe ich meinem Böttch einen dicken Kuss zur Verabschiedung gegeben und plötzlich musste ich mich am Schuhregal festhalten.
    Ganz gelassen schaute ich noch die Wiederholungen von GZSZ und Unter Uns, unregelmäßig aber etwa aller 8-10 Minuten hatte ich eine Wehe und bei jeder einzelnen habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind an Weihnachten, weil ich mehr und mehr sicher war: Es geht tatsächlich los.
    Gegen 10 Uhr ließ ich mir ein heißes Bad ein. Total entspannt im warmen Wasser hielten die Wehen tatsächlich an und da wusste ich: Bald darf ich unser erstes Wunder in den Armen halten.
    Etwa um 12 Uhr kam meine liebevolle (Vorsorge-)Hebamme vorbei und schon an der Tür und bei meinem Aussehen war auch ihr klar, dass die folgende Untersuchung den Start der Geburt bestätigen würde.
    Beim Gehen begegneten sich Hebamme und Baldpapa noch im Hof, der von ihr mit “Heute dürfen wir Geburtstag feiern!” Freude strahlend begrüßt wurde.
    Böttch trat mit hochgerissenen Armen zu mir ins Wohnzimmer und grinste über beide Backen.
    Diese Freude werde ich hoffentlich niemals vergessen!
    Böttch war da und ich lief wirklich nur noch zwischen Toiletten und Couch hin und her.
    Das Auto war gepackt und stand direkt vor der Haustür, sodass ich vom Klo gerade durch auf den Beifahrersitz tippeln konnte.
    Auf unserer schnellen etwa 8-minütigen Fahrt ins Krankenhaus hatte ich 3 recht lange, starke Wehen.
    Böttch wollte mir beistehend auf’s Bein fassen, aber das durfte er NICHT! 😉
    Gegen 14 Uhr trafen wir im Kreißsaal ein, wo übrigens mein erstes CTG geschrieben wurde. Was wollte ich auch vorher mit einem!? …
    15 Uhr war dann meine Schwester eeendlich aus Dresden vom Brautkleid-Shoppen mit ihrer besten Freundin da und ich hätte nicht glücklicher darüber sein können, denn meine Schwester hat unser 1. Baby entbunden. So, wie wir uns es immer gewünscht hatten!
    17 Uhr setzte ich mich im Kreißsaal auf einen Entbindungshocker. Keine 10 Minuten später öffnete meine Schwester die Fruchtblase und 17.21 Uhr war er da!!! Unser erstes Kind – ein Junge!!!
    Es war überwältigend schön und unvergesslich!

    Keine Angst zu haben ist absolut der richtige Weg!!! Denn die Schmerzen sind definitiv auszuhalten und sie bringen das größte Wunder der Welt hervor, wofür es sich mehr als lohnt!!!

    Ich wünsche dir / euch von Herzen, dass es genauso wird, wie ihr es euch wünscht / vorstellt!!! Alles Gute!

    P.S.: Sollte vorerst deine Fruchtblase platzen, kannst du, solang es dir gut geht und du entspannt bist und dich sicher fühlst, noch gute 8-12 Stunden daheim bleiben. ABER in der Zeit werden sich Wehen einstellen und dann kommt die Zumba-Maus!
    Ich freu mich mit euch und bin irre gespannt!!!

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  • November 29, 2017 um 1:20 pm
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    Du machst es vollkommen richtig meine Liebe! Lass es auf dich zukommen, es ist eh bei jedem anders. Ja es tut weh und es zehrt an den Kräften. Doch glaube mir, es wird wahnsinnig schnell vergessen sein. Wenn die kleine Maus in deinem Arm liegt ist ALLES entschädigt was auch immer du durchgemacht hast. Das verspreche ich dir! … Da können die Umstände noch so chaotisch und kurios sein…
    Ich wünsche dir von Herzen eine normale, schnelle und “sichere Geburt im Krankenhaus” mit Mr. Z an deiner Seite!

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  • November 29, 2017 um 2:38 pm
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    Ich finde deine Herangehensweise super! Wie du schon sagst, alles andere bringt nichts . Jede Geburt ist individuell und kann im Vorfeld eh nicht geplant werden. Ich hatte mir auch vorgenommen, auf eine PDA zu verzichten und bin sehr glücklich, dass ich bei beiden Geburten ohne ausgekommen bin. Für mich waren es wirklich die schmerzhaftesten und zugleich schönsten Stunden, die ich bisher erleben durfte. Meine 1. Geburt dauerte 18 Stunden, beginnend ab Blasensprung, davon 8 h Wehen. Sie war deutlich kräftezerrender als meine zweite Geburt, da es Mitternacht losging und ich insgesamt zwei Tage keinen Schlaf bekam. Meine 2. Maus kündigte sich Samstag morgens 7:00 mit der 1. Wehe an (perfektes Timing!) und war nach 6 Stunden da. Bei beiden Töchtern lag ich in der Badewanne, was die Wehen verstärkte und die Geburten damit deutlich vorantrieb.
    Du kannst dich von den Wehen “treiben lassen” und wenn du denkst, es geht nicht mehr, dann ist das kleine große Wunder schon fast da.
    Ich wünsche dir eine schöne, komplikationslose Geburt!
    PS.: ich bin auch ein Kind des 5.12. 😉

    Antworten
  • November 30, 2017 um 2:20 pm
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    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eurer kleinen Tochter. Ich hoffe die Geburt verlief wie Ihr euch gewünscht habt.

    Antworten
  • Dezember 1, 2017 um 10:00 pm
    Permalink

    Also mit diesem Beitrag hast du mich nun definitiv für deinen Blog begeistert!
    Absolut richtige Einstellung und übrigens kannst du das “Es kommt, wie es kommt” von Mr. Z. auch auf die Zeit nach der Schwangerschaft übertragen, denn ganz viele Dinge mit Baby oder Kleinkind sind nun mal eben einfach so, wie sie sind (und nicht, wie man gern eingeredet bekommt, Erziehungssache *augenroll*)
    Aus geburtshilflicher Sicht hast du mit der Auswanderung auf jeden Fall schon mal alles richtig gemacht. Was den deutschen Frauen in der Schwangerschaft teilweise eingeredet und damit letztlich nur verunsichert wird, ist so schade und absolut unnötig, aber das ist ein anderes Thema…

    Mit dem Timing war es beim ersten Kind bei mir ähnlich. Vier Tage vorm errechneten Termin feierte meine beste Freundin ihre Traumhochzeit. Mein Deal mit Pünktchen war, dass es definitiv erst danach kommen darf, weil ich als Trauzeugin vorher einfach keine Zeit zum entbinden gehabt hätte! Erstaunlicherweise hatte ich danach sogar noch Zeit für Bauchshooting, Gipsabdruck & Co. bevor sich unser erstes Wunder auf den Weg machte…

    Bei Kind Nummer zwei hatte ich DIE Traumgeburt schlechthin!!! Wirklich wie im Bilderbuch, sie war sogar SCHÖNER, SCHNELLER und LUSTIGER als ich es mir je zu wünschen gewagt hätte!
    Den ganzen Tag über vereinzelte Kontraktionen, zum Abend hin zunehmend. Nachdem ich den Großen ins Bett brachte, habe ich beschlossen, mich mal hübsch zu machen (duschen, Haare waschen, rasieren, Waterproof Mascara und ein letztes Dickbauch Spiegel Selfie ^^), habe meinen Mann informiert (der wollte die Nacht eigentlich mit seinen Kollegen in Chemnitz verbringen) und anschließend fühlte ich mich veranlasst die Babyschale vom Boden zu holen und die Tasche für die Geburt zu packen… Halb eins war mein Mann endlich da, für den sofort klar war, dass aus “wir legen uns mal zusammen hin und schauen, wie es morgen aussieht” ein “wir fahren auf der Stelle los” wird, als er sah, wie ich die mittlerweile kräftigen, regelmäßigen Wehen veratmete. Halb zwei waren wir im Geburtshaus, kurzes CTG, bei der Untersuchung um zwei war der Muttermund bereits vollständig eröffnet *tschakka* und die Fruchtblase wurde aufgemacht. Ich hab weiter im Stehen, Gehen und Tänzeln meine Wehen veratmet, als mir gerade noch rechtzeitig einfiel, unsere Fotografin für die Geburtsstory zu informieren. Die war zum Glück in wenigen Minuten da und hörte meine Presswehen bereits auf der Straße (ich finde das Wort JA hat so viel Positives und mir tat es wahnsinnig gut mit jeder Wehe, die Geburt und die Vorfreude auf unser zweites Kind zu bejahen). Erst kurz vor der Geburt sind wir auf den Gebärhocker und im nächsten Moment durfte ich schon, sicher in den Armen meines Mannes liegend, das Köpfchen auf die Welt bringen. Die darauffolgende Wehenpause war magisch: gedämpftes Licht, leise Musik, unsere Hebamme, eine Hilfsschwester, unsere Fotografin und im Zentrum wir zwei einhalb. Ich spielte an den den Ohren von Plums, war verblüfft über die vielen langen Haare, bestaunte dieses unfassbare Wunder und weil ich all das natürlich kommentieren musste, haben wir alle herzhaft lachen müssen! Mit der nächsten Wehe um 2:51 Uhr hob ich mir unser Baby auf den Bauch und kurz darauf haben wir erfahren, dass es ein Mädchen ist – eine kleine Schwester für unseren großen Bruder!!! Ein toller Weg ins Leben, ein richtig schöner Geburtstag.
    Als die Nachgeburt da war, durfte mein Mann noch die Nabelschnur durchschneiden und anschließend sind wir alle ins Nachbarzimmer zur Erstuntersuchung. Danach waren wir noch kurz zum Kuscheln und ersten Anlegen im Doppelbett auf der Wochenstation und um halb sechs sind wir drei dann nach Hause zum großen Bruder gefahren. Meine Freunde nennen es Geburts DriveIn ^^

    Du wolltest es hören… ;P
    Ich freu mich wahnsinnig auf deinen Bericht und drücke bis dahin ganz fest die Daumen für ein unvergesslich schönes Geburtserlebnis!!!
    Alles Liebe aus der Heimat!

    Antworten

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