Sommerurlaub mit Baby (Teil 2)

 

Wenn dem Baby die Hitze zu viel wird. 

Ich hatte ja schon im ersten Teil davon berichtet, dass unser Sommerurlaub in Griechenland in diesem Jahr ganz unter dem Motto “Mit Baby im Urlaub” stand. Das ist auch überhaupt nicht böse gemeint sondern einfach nur die Erkenntnis, dass die Hauptperson im Moment unsere 6 Monate alte Tochter ist und das ist auch gut so. Nachdem Liva den Flug (siehe Teil 1) hervorragend weggesteckt hat gab es eine Sache, die sie nicht so prickend fand: hohe Temperaturen und Sonne. Willkommen in Griechenland 🙂

Als wir letztes Jahr im gleichen Hotel Urlaub gemacht haben, haben wir natürlich darauf geachtet, dass es kinderfreundlich ist. Besonders ins Auge gestochen sind uns dabei Zelte (Daybed) am Strand, die man mieten kann, dort hinein kann man sich verkriechen und vor der Sonne schützen. Das war in diesem Jahr auch unser Plan, mit und vor allem für Liva. Da sie erst 6 Monate alt ist kann sie noch nicht sitzen, wir wollten also eine Möglichkeit sie abzulegen und eine Liege am Strand kam für mich nicht in Frage. Auch der Kinderwagen hätte in diesem Fall keinen Sinn gemacht, diese werden kochend heiß unter Sonneneinstrahlung und ein schützendes Tuch macht den Kinderwagen dann endgültig zur Hitzefalle für die Kleinen (Hier könnt ihr euch dazu näher belesen). Ich wusste also, dass ich weder den Kinderwagen noch die normalen Liegen am Strand nutzen wollte, daher schienen die Zelte perfekt zu sein. In der Theorie sind sie das auch. Sie schützen durch ihre Planen komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ausgestattet sind sie mit einem großen Bett und einigen Kissen, also perfekt um die Zwerge ablegen zu können. Liva hatte auch genug Platz um sich zu drehen und auf dem großen Bett zu spielen. Sogar Mr. Z und ich hatten Platz, allerdings nur solang bis Liva mitten auf dem Bett eingeschlafen ist und plötzlich gefühlt 2 Meter groß war. Da lagen wir dann etwas gequetscht am Rand. Nicht auszudenken, wenn man die Motte durch eine doofe Berührung oder Bewegung weckt 🙂 Soviel also zur Theorie, in der Praxis hat unser Zeltplan nicht funktioniert. Leider hat der Sonnenschutz durch die Zeltplanen dazu geführt, dass keinerlei Wind in das Zelt gelangen konnte (nur eine Zeltwand war offen) und damit die Temperaturen im Daybed noch höher waren als direkt am Strand. Natürlich konnte man die Wände öffnen aber dann hatte man Wind und Sonne/Helligkeit. Außerdem waren die Zelte weiß, optisch ein Highlight aber für Livas Augen viel zu hell. Gefühlt hat sich das komplette Sonnenlicht an den Zeltwänden gebrochen und sie hat ihre Augen zusammengekniffen und gemeckert, der Versuch sich wegzudrehen war natürlich zwecklos, es blieb nur der Blick auf die Zeltwände oder auf den grell leuchtenden Sand. Liva hat die Welt nicht mehr verstanden aber ihre kluge Mama hatte natürlich vorgesorgt:

Sonnenbrillen für Babys

Ich habe Liva im Vorfeld 2 Sonnenbrillen gekauft denn sie hatte bereits in Dänemark ab und zu Probleme an sonnigen Tagen. Ich glaube das hat sie von mir, ich reagiere auch äußerst empfindlich auf zu helle Lichtverhältnisse und lege meine Sonnenbrille im Sommer fast gar nicht ab. Bereits vor dem Urlaub habe ich also versucht die Kleine an die Sonnenbrillen (extra für Babys) zu gewöhnen. Wenn wir den Teil des Aufsetzens der Brille überstanden haben realisiert Liva, dass sie mit Brille deutlich besser sehen kann. Dieser Effekt hält dann allerdings genau 2 Minuten. Sobald sie spielen oder sich drehen will empfindet sie die Sonnenbrille als störend und versucht sie loszuwerden. Ich habe dann immer Bedenken, dass sie sich ihre kleinen Augen mit dem Ding rausreißt und befreie sie. Genauso lief es leider auch im Urlaub, die Sonnenbrillen sehen also mega stylisch aus, sind aber eher etwas für Kinder die sich nicht bewegen. 🙂 Mamis super Idee Nr. 1 war also schon mal nix aber Plan B wird schon klappen, oder?

Sonnenschirm vom Kinderwagen

Ich hatte zwar Livas Kinderwagen nicht mit in den Urlaub genommen aber ihren Sonnenschirm schon. Ihr kennt diese speziellen Schirme für den Kinderwagen ja sicher. Sie lassen absolut nix durch und sind im Gegensatz zu den normalen Sonnenschirmen am Strand dunkel (also meiner zumindest). Wie bereits beschrieben war sowieso schon alles weiß um uns herum, da hätte uns ein weißer Stoffsonnenschirm (ohne UV-Schutz) vom Strand noch gefehlt. Ich habe also den Sonnenschirm immer so vor/neben/über Liva platziert, dass sie etwas geschützt von den Helligkeit spielen könnte. Das hat auch hervorragend funktioniert aber ich musste das leider Hauptberuflich machen. Da sich Kinder wie gesagt bewegen, ist man nur damit beschäftigt den Sonnenschirm umzurücken, nachzustellen oder hinterher zuschieben. Plan B hat also theoretisch hervorragend funktioniert, praktisch gesehen war der Schirm viel zu klein für Frau Unruh.

Die Lösung

Ich will gar nicht lang drumherum reden aber für das Temperatur/Wetter”problem” gibt es für mich keine optimale Lösung. Wir hätten entweder zwei Monate eher nach Griechenland fliegen müssen, wenn die Temperaturen noch um die 20 Grad liegen oder deutlich später, wenn Liva etwas älter ist. Leider hatten wir nur Ende Mai/ Anfang Juni frei. Meine Lösung in diesem Urlaub bestand also darin, dass ich die heiße Mittagszeit (11-15 Uhr) mit Liva auf dem Zimmer verbracht oder mit ihr in der Bar gespielt habe. Ihr hat das extrem gut getan, sie war wieder ganz die Alte, hat auf dem Zimmer lange Mittagsschläfchen gemacht und am späten Nachmittag war sie auch gern mit am Meer. Vor allem die Luftfeuchtigkeit hat ihr oft zu schaffen gemacht. Mr. Z und ich waren vom bloßen herumsitzen schweißgebadet, wir konnten uns allerdings im Wasser abkühlen. Da kann man sich gut vorstellen, dass sich so ein kleiner Mensch bei schwüler und heißer Umgebung nicht wohlfühlt. Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regeln und können sich deshalb nur mit meckern bemerkbar machen (interessante Infos dazu findet ihr hier). Natürlich bin ich auch mit Liva ins Wasser. Wir Großen ziehen die Badehose/Badeanzug an und ab geht es, bei Liva hat das deutlich länger gedauert, dazu lest ihr dann mehr im nächsten Teil.

Wie bin ich mit Liva ins Wasser gegangen? Sonnencreme ja oder nein? Warum haben wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub mit Omi Erna und Tante Birgit verbracht? Warum musste der Beikoststart ausgerechnet in Griechenland sein? Wie hat sich das Trinkverhalten bei den hohen Temperaturen verändert? Konnten wir Ausflüge machen? All das lest ihr im dritten Teil.

Hier findet ihr tolle Bilder von Chalkidiki und unserem Hotel.

Hier lest ihr: 

Darum verzichte ich auf Brot und Nudeln.

Mein After-Baby- Body.  (Der nächste Teil und aktuelle Bilder aus dem Urlaub folgen)

 

 

 

2 Gedanken zu „Sommerurlaub mit Baby (Teil 2)

  • Juni 23, 2018 um 3:24 pm
    Permalink

    Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen. Wir waren Anfang Juni noch auf Elternzeitreise in Italien und die Temperaturen waren schon so hoch, dass unsere Kinder sehr gelitten haben ( 3jahre und 1jahr). Dem kleinen hat es so zugesetzt, dass wir schließlich unsere Pläne geändert haben und nach Dänemark gefahren sind (wie die letzten 7jahre). 😊 Ich glaube wir werden vorläufig auch nur im Herbst/ Winter in den Süden reisen.

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  • Juni 25, 2018 um 1:25 pm
    Permalink

    Als meine Mädels (3 ) das Alter von 3 und 4 Jahren hatten sind wir an den Sonnestrand / Bulgarien geflogen.
    Von 11 bis 16:00 Uhr ging Frau ins Hotel mit den Kindern. Ich hielt die Stellung am Strand 🏖
    Erfahrungen machen uns mit der Zeit klüger . 🇩🇰 🇩🇪

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