Dorfkind oder Luxusweib?

 

Ist ein 5 Sterne Hotel zuviel des Guten?

Die Überschrift klingt sicher erstmal etwas schizophren und gegensätzlich. Fakt ist, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust und dieser Text wird dieser Sache mal auf den Grund gehen. Als erstes muss ich mich aber bei euch entschuldigen, der letzte Beitrag ist schon viel zu lang her. Meine Ausrede: Ich war auf Deutschlandtour, habe erst Stuttgart, dann Langenreinsdorf und danach noch Leipzig unsicher gemacht. Es war eine Mischung aus Geschäftsreise und Freunde sehen, der Blog stand aber diesmal im Vordergrund. Dazu andermal mehr, jetzt möchte ich euch von meinem fürstlichen Aufenthalt in einem 5 Sterne Luxushotel berichten und warum ich fast den Rückflug nach Kopenhagen verpasst hätte.

Als ich die letzten Tage meiner Reise geschäftlich in Leipzig war, durfte ich im wunderschönen 5 Sterne Hotel “Fürstenhof” residieren. Es ist nicht mehr unüblich, dass Blogger in Hotels eingeladen werden, um dort über ihren Aufenthalt zu berichten. Genauso war es bei mir. Natürlich ist der “Fürstenhof” schon durch seine Architektur wahnsinnig beeindruckend und es ist gar nicht so schwer sich daran zu gewöhnen, wenn man von hinten bis vorn bedient wird. 🙂 Als ich bei meiner Ankunft mein Begrüßungs-Törtchen mit dem “Kristina vom Dorf Logo” gesehen habe wusste ich, dass sich das Hotel wirklich auf mich gefreut hat. Im Wellness-Bereich bin ich dann ins Grübeln gekommen. Wie kann es sein, dass ich jahrelang in Jogginghosen in den Pferdestall gerannt bin und im Bach gespielt habe und mich nun dennoch auch in dieser luxuriösen Umgebung so wohl fühle? Bin ich mittlerweile etwa doch eine abgehobene Tussi? Wenn ich jedoch zurück denke, war ich schon immer so, ein Luxusweib vom Dorf. Seit ich denken kann wollte ich nach Hollywood, früher habe ich in Hotels immer zuerst die Toiletten aufgesucht, weil dort die neuste Sanitärtechnik zu finden war. Und genauso sind auch die Gegensätze gewachsen: Mein Lieblingsessen vom Dorf, auch heute noch,  ist (ich höre schon den schockierten Aufschrei) – Leber mit Kartoffelbrei! Seit ein paar Jahren (wenn ich eben nicht zu Hause bin), bin ich aber auch absoluter Sushi-Fan, es gibt nichts besseres. Manchmal wird eben der Blaumann gegen das Ballkleid eingetauscht und umgekehrt. Ich miste heute nur noch selten den Pferdestall in Langenreinsdorf aus oder helfe meinem Vattke auf irgendwelchen Baustellen (weil ich leider nur noch selten zu Hause bin), dennoch wäre ich sofort wieder dabei, wenn es anstehen würde. Früher habe ich mit dem Rasentraktor den Sportplatz in Langenreinsdorf gemäht oder Geräte von A nach B gefahren, heute freue ich mich auch, wenn ich mal mit einem geliehen Audi TT nach Hause düsen kann.  Ich tausche eben manchmal gern das Zelt gegen das Kingsizebett im Sternehotel und dennoch gibt es nichts schöneres, als im Schlabberlook, ungeschminkt mein Pony auf dem Dorf zu knutschen. Auch wenn meine Mutsch immer denkt ich sei krank, wenn ich mal ungeschminkt bin 🙂 “Du siehst heute irgendwie blass aus.” Diesen schönen Anblick habt ihr ja auf den Bildern.

Ich weiß noch wie überfordert ich war, als ich das erste Mal in einem Sterne Restaurant essen war. Woher soll man wissen, wie man die Gänge zusammen stellt und welchen Wein man zu welchem Gang trinkt? Wieso wird einem der Wein wieder weggenommen, wenn er während des Essens zu warm wird, ist das keine Verschwendung? Ich musste mich auch wirklich sehr beherrschen als ich verstand, dass jeder Gang einzeln vorgestellt wird. Quasi eine Lobeshymne auf das Essen, wenn die geröstete Entenbrust die glasierten Möhrchen aus der Region küsst. Es steht außer Frage, dass ich noch nie so ein Geschmackserlebnis hatte. Wenn ich gekocht habe, gab es eben eher Masse und vor allem nur den Hinweis, um welches Essen es sich handelt. Die Zutaten und nähre Informationen zum Entstehungsprozess, werden auf dem Dorf eher weggelassen.

Für mich ist es einfach schön beide Seiten zu kennen und beides hat vor uns Nachteile. Der “Fürstenhof, mit seinem Rundumsorglospaket hat mir sehr gut getan und mal wieder das Luxusweib in mir zum Vorschein gebracht. Es war auch super spannend sich mit der Pressesprecherin (Social Media Fachfrau) auszutauschen. So spannend, dass ich fast meinen Zug zum Flug verpasst habe. Als ich dann schweißgebadet am Gleis ankam stand da: 15 Minuten Verspätung! “Sei hygge, sei hygge.” Naja, Bewegung ist ja wichtig, wäre es nur das letzte Mal an diesem Tag gewesen. Durch die Verspätung habe ich alle Anschlusszüge verpasst und kam erst eine Stunde vor Abflug am Flughafen Schönefeld an. Ich bin gerannt wie eine Verrückte, kennt ihr das, wenn man das “Blut” im Hals schmecken kann. 🙂 Nachdem ich dann auch noch bei der Sicherheitskontrolle den Druck etwas erhöht hatte, habe ich es pünktlich zum Boarding geschafft. Durchnässt, abgehetzt und mit fiesem Husten, weil ich in der Kälte gerannt war und jetzt im warmen Flughafen stand. Es war mir ein persönliches Anliegen allen Mitreisenden zu erklären, dass ich nicht krank bin und auch keine Seuche in Dänemark einschleppe. Was für ein Tag. Davon kann ich mich wohl nur erholen, wenn mich das Hotel Fürstenhof noch einmal einlädt 🙂

Ihr könnt übrigens noch bis Montag einen Wellnessgutschein für 2 gewinnen (im Hotel Fürstenhof Leipzig). Schaut einfach auf meinem Instagram Profil vorbei, dort erfahrt ihr alles. Ich drücke euch die Daumen.

Fazit: Luxuriöses Dorfkind 🙂

2 Gedanken zu „Dorfkind oder Luxusweib?

  • Februar 8, 2017 um 2:38 pm
    Permalink

    Nicht mehr lange, dann wirst du wieder Gräben schachten, Schubkarren füllen, Sand schaufeln, Steine schleppen und Sackkarren schieben … wenn deine Schwester dich eindringlich darum bittet. Erhole dich gut und sammel deine Kräfte, ich gebe rechtzeitig Bescheid!

    Antworten
  • Februar 8, 2017 um 7:01 pm
    Permalink

    So toll!!!Hast du ja auch mal verdient 🤷🏽‍♀️

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