Robbie Williams in Kopenhagen

 

 

10 Jahre nach meinem Totalausfall!

Ich habe mich so sehr auf diesen Abend gefreut. Früher war Robbie Williams mein absoluter Traummann. Es war nicht mal so, dass mich seine Musik besonders beeindruckt hat sondern die Art des Künstlers und seine Ausstrahlung. Robbie Williams ist für mich eine Ausnahmeerscheinung. Es gibt Menschen die betreten einen Raum, füllen diesen völlig mit ihrer Anwesenheit aus und die Zeit steht kurz still. So habe ich es mir immer bei Robert (wie ich ihn gern nenne und wie er auch im wahren Leben heißt) vorgestellt. Es ist jetzt mittlerweile über 10 Jahre her, da habe ich ihn das erste Mal Live in Dresden gesehen. Was dort passiert ist will ich euch schon so lange erzählen, obwohl es mir schon beim Gedanken daran die Schamesröte ins Gesicht treibt. Robbie und ich – damals und heute:

Ich möchte gern mit den Ereignissen von damals beginnen, dann habe ich es weg und kann den Text souverän beenden :-). Es muss schon länger als 10 Jahre her sein aber ich war definitiv zu alt für meine Reaktion. Aber von Anfang an: Wie bereits geschrieben war Robbie mein Traummann, gutaussehend, selbstbewusst, frech, provokant und wirklich heiß. Ich habe mich sehr über die Konzertkarten gefreut aber es war auch schnell klar, dass der Spruch “Dabei sein ist alles.” hier nicht zählen wird. Wenn ich auf dieses Konzert gehe, möchte ich ihn nicht auf einer Leinwand sehen sondern ganz nah und ganz vorn, in der ersten Reihe! An diesem Wochenende in Dresden hat Robert vor insgesamt 120.000 Fans gespielt, meine Konkurrenz bestand also an meinem Konzerttag aus lächerlichen 59.999 Anwesenden. Absolutes Grundziel neben einem Platz in der ersten Reihe: wahrgenommen werden. Ich wollte einfach nur das er weiß, dass es mich gibt. Meine Schwester hat mich an diesem wirklich warmen Sommertag zum Konzert begleitet, morgens 6 Uhr! Einlass zum Event war 18 Uhr, was sind schon 6 lächerliche Stunden. Ich hatte so etwas zuvor noch nie gemacht. Bei den Ärzte und Hosen Konzerten tanzt man sich im Laufe des Konzertes nach vorn, bei Robbies Schmusehits eher schwierig. Als der Einlass 18 Uhr begann stürmte ich wie eine Wahnsinnige zur Festwiese. Ich war wirklich eine der Ersten, so viele Möglichkeiten und Auswahl, ich hatte meinen Platz an der Schnecke sicher. Die Schnecke war eine Art Bühnenarm, die an der regulären Bühne hing, so war es übrigens auch in Kopenhagen (siehe Fotos). Nach weiteren 4 Stunden Warten und Vorband sollte es losgehen. Die Stimmung war großartig, Mady und ich ganz vorn und natürlich erhebt sich dieser Gott nicht aus dem normalen Bühnenboden sondern erscheint direkt vor mir – erhebt sich aus der Mitte der Schnecke! Es war unglaublich und hat mich völlig überfordert. Er war so schön! Kaum hatte Robbie die ersten Zeilen gesungen steuerte er genau auf mich zu, AUF MICH! Als er vor mir stand streckte er mir das Mirko entgegen, ich sollte singen. SINGEN? Ich kenne doch nicht mal die Texte. Als wäre das nicht schlimm genug überkam mich die völlige Begeisterung und ich entschied mich … … zu heulen. Es war kein wimmern oder weinen, es war hysterisches und lautes HEULEN! Ich habe noch gemerkt wie mir meine Schwester durch leichte Schläge in die Rippen zu verstehen gab, dass das jetzt eigentlich mein Moment wäre um irgendetwas zu tun aber ich konnte nicht. Dieser Mann hatte mich gelähmt, umgehauen und es war so peinlich! Robbie ist an diesem Abend nie wieder zu mir gekommen 🙂 Dennoch war das Konzert unglaublich.

Nun, 11 Jahre später ist vieles anders und doch so schön. Ich will es mal so sagen: Wir haben uns alle etwas verändert 🙂 Als Robert diesmal in Kopenhagen (47.000 Besucher) auf die Bühne kommt hat er nichts von seiner Power, seinem Selbstbewusstsein oder seiner Ausstrahlung verloren. Ein paar Tattoos sind dazu gekommen und ein paar Kilos könnten runter. Erst vor kurzen hatte ich von den Schönheits-OPs gelesen, die er hat machen lassen. Er war dennoch toll und die Auuugen! Auch ich habe mich verändert. Ich bin deutlich runder geworden, denn diesmal hört mein Baby im Bauch mit. Ich habe mich nicht um einen Platz in der ersten Reihe geschlagen, denn ich habe Sitzplätze und mein Mr. Z ist mit beim Konzert. An diesem Abend hatte ich keinen Heulkrampf und ich war 45 Minuten vor Konzertbeginn im Stadion. Die Show war auch diesmal gigantisch. Die beeindruckende Bühne sah wirklich bei jedem Lied anders aus, Robbie war bestens gelaunt und sprach abwechselnd von seiner Familie oder hat seinen Hintern gezeigt und das dänische Publikum war unglaublich. Ich glaube ich war noch nie auf einem Konzert, bei dem so laut mitgesungen wurde – beeindruckend. Der Konzertabend war rundum gelungen. Mit Leihfahrrädern, wie es sie in Kopenhagen an jeder Ecke gibt, ging es vorm Event zum Burgeressen. Dank des Motors der Fahrräder haben wir davon auch wirklich gar nichts abtrainiert. Das Konzert fand im “Parken” statt, einem Fußballstadion. Perfekt für so eine Veranstaltung weil es eben für viele Leute ausgelegt ist, man musste nie zu lang irgendwo warten. Nach dem Konzert war es allerdings unmöglich ein Leihfahrrad oder Taxi zurück zu unserem Auto zu finden. Wir haben kurzerhand ein Fahrradtaxi genommen. 24 Uhr mit dem Fahrradtaxi durch das nächtliche Kopenhagen, ein Traum und so romantisch. Diese Stadt ist einfach ein unfassbar schön.

Es ist unmöglich das Dresden und das Kopenhagen Konzert zu vergleichen aber beide bleiben sicher unvergesslich und ich liebe es meine Geschichte mit Robbie Williams zu erzählen, jetzt kennt ihr sie auch 🙂

Hier könnt ihr lesen welche Band mich seit Jahren um meinen Verstand und mein Herz bringt.

8 Gedanken zu „Robbie Williams in Kopenhagen

  • August 12, 2017 um 12:22 pm
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    <3 War ein richtig toller Abend 🙂

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  • August 12, 2017 um 12:24 pm
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    Ich kann mir Deine Reaktionen vor Jahren bildlich vorstellen ha, ha. Sehr guter Bericht lg

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  • August 12, 2017 um 1:54 pm
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    Ich weiß noch ganz genau, was Mady mir von eurem Konzert damals in DD berichtet hat: Als große Schwester sollte sie natürlich ein bisschen auf dich aufpassen. Nachdem ihr durch den Einlass durch wart, musst du zu ihr sinngemäß gesagt haben: “Egal, was du jetzt tust, aber ich renne!”. Also ist Mady mit dir gerannt. Ich glaube, sie hat sich noch die Zeit genommen, einen Ordner zu fragen, wie weit der Weg bis zur Bühne wirklich ist….. Ich denke, ihr hättet damals beide einen Preis für die schnellste Rennzeit gewonnen!!!!! 🙂

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  • August 13, 2017 um 6:29 pm
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    Kein Wunder, er findet ja auch die Hosen toll 👍🤣

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  • August 14, 2017 um 9:49 pm
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    Hmmm … dachte, du wärst cooler 😎😉😘 Ich fand den Typ Robby Williams auch richtig gut damals und das Konzert Mannheim … mhh ich hatte vor lauter Aufregung nix gegessen und ein Bier zu viel getrunken, es war ein heiser Tag…ich war nicht in der Nähe der Bühne, eher seitlich 🙈

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    • August 14, 2017 um 10:39 pm
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      Das dachte ich auch 🙂 Ich schiebe es auch einfach auf die heißen Temperaturen und das lange Warten.
      Aber dein Auftritt war auch nicht übel 🙂

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  • Oktober 17, 2017 um 12:52 pm
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    Ich war vor 11 Jahren auch in DD zum Konzert und dieses Jahr in Prag. Beide Konzerte waren der Hammer. Ich weiß noch wie ich damals zu meiner Freundin gesagt hab:” Claudi, da ist der Robbie”! Diese Jahr habe ich Ihn 10m vor mir stehen sehen, was natürlich fantastisch war. Robbie ist toll und wird es immer bleiben. Ich würde auch noch ein 3. und 4. mal zu einem Konzert von Ihm gehen 🙂

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