Hilfe, ich werde Mama! (Teil 2)

 

Zwischen Beistellbett, Stillen und giftigen Müttern. 

Bereits im 1. Teil  habe ich tolle Tipps rund um die Geburt und die erste Zeit mit dem Baby von den Dreifach-Mamis und Familien-Bloggern Rosa und Limone bekommen. In 4 Wochen soll unsere kleine Zumba-Maus auf die Welt kommen und natürlich macht man sich so seine Gedanken. Den Namen Zumba-Maus hat die Kleine ca. seit dem 6. Monat, weil sie super aktiv war. Nun trifft der Name allerdings nicht mehr so gut zu, Maulwurf oder Umzugsunternehmen würden es besser treffen! 🙂 Ich bin mir nicht ganz sicher was sie da drin so treibt aber mehrmals am Tag wird umgeräumt, tapeziert und sich verausgabt. Die Pausen dazwischen sind kaum wahrnehmbar. Der Gen-Cocktail ihrer Eltern scheint Action zu versprechen. Ich bin sehr froh, dass das so ist und glaube sie wird uns auch außerhalb meines Bauches köstlich unterhalten. Während ich diesen Text tippe, ist offensichtlich die Schrankwand dran. 🙂 Aber zurück zum Thema: Noch bin ich sehr entspannt und freue mich, wenn es losgeht und sie sich auf den Weg zu uns macht. Aber natürlich möchte ich auch nach der Geburt alles richtig machen. “Richtig” ist nur leider sehr verschieden, was die Pflege der Kleinen und die Erziehung angeht. Jede Mama hat ihre eigenen Ansichten und Vorstellungen. Dennoch gibt es mir ein gutes Gefühl mit erfahrenen Eltern über ihre Erfahrungen zu sprechen. Ich kann dann ja immer noch alles anders machen. 🙂

Hier nun also Teil 2 mit meinen Kinder-Fachfrauen von Rosa&Limone:

Beistellbett, eigenes Zimmer oder Elternbett?

“Bei uns gab und gibt es alles. Im ersten Lebensjahr gab es ein Beistellbett bei uns im Schlafzimmer, ab dem ersten Lebensjahr ein eigenes Zimmer, aber auch ganz oft kamen und kommen die Kinder noch ins Elternbett. Das muss jeder für sich entscheiden. Aber uns beiden ist unser Schlaf auch wichtig, weshalb uns eine fast durchgeschlafene Nacht lieber ist, als das Kind mehrmals in der Nacht ins eigene Bett zu tragen. Das sind immer wieder unterschiedliche Phasen. Unser Ziel ist es natürlich, dass jedes Kind in seinem eigenen Bett schläft. Aber die Realität sieht manchmal einfach anders aus und da gibt es auch bei uns Ausnahmen, die aber nicht auf die Dauer einreißen sollten. Aber wenn das Kind eine Phase hat, in dem es uns mehr benötigt und es sich die Kuscheleinheiten nachts holt, dann finden wir das auch in Ordnung.”

Wie lang habt ihr gestillt?

“Ein halbes Jahr voll und dann haben wir zugefüttert. Bis ca. 10-12 Monaten haben wir gestillt, was je nach Kind etwas unterschiedlich war.”

Man hat immer den Eindruck, dass sich Mütter ständig miteinander vergleichen müssen und vor allem ihre Kinder vergleichen. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? 

“Oh ja davon können wir auch ein Lied singen. Das ist teilweise wirklich schrecklich und nicht nachvollziehbar. Jede Mama ist stolz auf ihr Kind, aber teilweise wird immer zu viel hinein projiziert. Zum Glück haben wir uns und tauschen uns oftmals über diese Über-Helikoptermamas aus, deren Kinder immer alles können, nie schuld sind und perfekt scheinen. Und wir mussten auch die Erfahrung machen, dass dieses Elterngehabe keinem Kind gut tut und sich sehr schnell auf dieses überträgt. Man muss versuchen, sich aus dieser Spirale zu befreien und nicht selbst anzufangen, seine Kinder zu vergleichen. Diese Mütter sollten stets kritisch beäugt werden, damit man sich selbst nicht ab und zu klein fühlt, da bei einem selbst nicht immer alles perfekt läuft. Was übrigens bei jedem von uns der Fall ist. Etwas Realität schadet nie! Geh Deinen Weg, sei ehrlich zu Dir selbst und Deinem Kind.”

Gibt es Themen für Euch, die zu privat zum Posten sind (Beispiele)? 

“Ja die gibt es natürlich. Tanjas Trennung, das Leben in einer Patchworkfamilie wäre sicherlich für die Leser äußerst spannend. Aber wir möchten natürlich nicht, dass unsere Nachbarn jedes Details aus unserem Privatleben erfahren, wie es bei manchen Blogs der Fall ist. Wir berichten natürlich auch regelmäßig über unsere Kinder, was natürlich bei Pubertierenden schwieriger wird. Die möchten natürlich nichts über sich im Internet lesen, was peinlich sein könnte. Und das muss man natürlich akzeptieren und daher berichten wir gerade über die Pubertät etwas wenig. 🙂 ”

Habt ihr Euch viele Gedanken gemacht, ob ihr auch die Gesichter Eurer Kinder auf dem Blog zeigen wollt?

“Ja auch das haben wir natürlich sehr lange überlegt. Die Kinder sind mit unserem Blog aufgewachsen und ein großer Teil sind natürlich die Moderubrik oder auch Familienreisen. Unsere Kinder wissen, dass sie fotografiert werden, wenn wir neue Kollektionen von Kooperationspartnern vorstellen. Sie freuen sich über ein neues Outfit und lassen sich bisher noch gerne fotografieren.”

Habt ihr auch die Erfahrung gemacht, dass die Väter erst ab einem bestimmten Alter “etwas mit den Kindern anfangen” können?

“Da gibt es sicherlich Unterschiede, aber diese Erfahrung mussten wir zum Glück nicht teilen. Die Papis waren eigentlich immer von Anfang an mit dabei.”

Wann seid ihr das erste Mal mit Euren Babys verreist (Flug und Autoreisen – wie lang und Erfahrung dazu)?

“Wir sind mit allen Babys sehr schnell verreist, da waren sie noch ganz klein. Und beim dritten ist das sowieso ganz selbstverständlich. Unsere Kinder sind lange Autofahrten gewohnt und auch Flugreisen. Wenn die Babys noch ganz klein sind, ist es ja noch total unkompliziert, da sie ja noch viel schlafen. Das wird dann mit zwei Jahren etwas schwieriger, muss aber nicht sein.”

 

Ich bin mir sicher, dass das nicht meine letzten Fragen an die Beiden waren. Teilt mir gern auch in den Kommentaren mit wie es bei Euch war, vor allem mit dem ersten Kind und wovor ihr besonders Respekt hattet. Dazu müsst ihr dann natürlich auch schreiben, dass es dann halb so schlimm war und wie ihr bestimmte Sachen in den Griff bekommen habt. 🙂

4 Gedanken zu „Hilfe, ich werde Mama! (Teil 2)

  • November 7, 2017 um 8:32 am
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    Halli Hallo , ja wo soll man da anfangen , ich bin auch eine erst Mama und unsere Sohn ist jetzt fast 6 Monate alt . Ich bin manchmal etwas sprachlos wenn ich zurück Blicke und sehe wie schnell die Zeit vergeht . Mein kleiner Kämpfer hat keinen so super Start ins Leben gehabt , die Geburt war kompliziert und endete in einem Kaiserschnitt und er auf die Intensivstation , Aber er hatte sich nach 5 Tagen komplett aufgerafft und war wieder fit. So und nun mal dazu das sich ja alle darüber streiten wo schläft das Baby oder nicht . Wir haben am Anfang keinen Plan gehabt wie wir zu hause alles tun würden . Aber wir haben einfach drauf los gelegt . Der kleine hat in seinem beistellbettchen neben mir geschlafen und seine anderen Nickerchen in seinem Zimmer, Leider hat das mit dem stillen nicht so funktioniert wie ich es mir gewünscht hatte , Aber ich habe tapfer 5 Monate abgepumpt damit mein kleiner die wertvolle Muttermilch bekommt inzwischen bekommt er jetzt nur noch fertig Milch und Brei und ich habe abgestillt . Thore ( so heißt der kleine Mann ) hatte auch drei Monats Koliken das war sehr anstrengend. Schließlich , damit mein Mann und ich mal Schlaf bekommen, haben wir am Anfang uns aufgeteilt ,einer steht Nachst auf der ander kümmert sich die andere Zeit über . Beim Rückbildungs kurs habe ich mich mit drei anderen Mamas eine eigene krabbel Gruppe aufgemacht , wir treffen uns einmal die Woche und tauschen uns aus . Das tut der Seele gut . Diese Geschichte immer mit mein Kind ist besser als deins , war Gott sei dank nie ein Thema und ich finde es widerlich wenn Eltern so mit einer Schablone vor den Augen andere Kinder beurteilen . Das ist für mich unverständlich, jedes Kind ist anders , einzigartig und wundervoll wie es ist. Ich kann dir nur den besten Rat geben den mir meine Oma ( Mutter von der Kindern ) gegeben hat . Hör auf dein Bauch Gefühl , du bist der beste radgeberr von deinem Kind , du kennst es am besten und es wird dir schon sagen wenn was nicht stimmt . Ich bin manchmal auch unsicher und habe viele Eltern Ratgeber gelesen ….naja …was soll ich sagen einige sind gleich ..andere nicht , Aber auch wenn Ratlosigkeit dich stark erfasst , Keine Panik zur Not Hebamme anrufen und beruhigen lassen . Wie eben schon gesagt du bist der beste Ratgeber für dein Kind . Das ist meine Überzeugung . Aber auch schon erwähnt , jedes Kind ist anderes so wie jeder Erwachsene anderes ist . Lass dich nicht verrückt machen und genieße erstmal das Wochenbett mit deinem Baby … 🙂

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    • November 7, 2017 um 10:34 am
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      Hey, Danke für deinen Kommentar. Genauso werde ich es machen. Ich lasse alles auf mich zukommen und bin schon ganz gespannt, wann die Kleine zu uns kommen will! Liebe Grüße.

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  • November 8, 2017 um 8:59 pm
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    Also mein Enkel ist jetzt 1,8 Jahre und meine Enkelin 1,2 Jahre. Bin also gleich 2x hintereinander Oma geworden. Meine Große (32) hat alles ganz anders gemacht als meine Kleine (29). Beide sind tolle Mamis 🙂 . Die “Kleine” wohnt mit der Familie auf unserem Hof und hatte natürlich den Vorteil, dass Omi und Opi da waren und oft geholfen haben. Sie ist aber auch ein Mensch, der einen guten Rat mal nachfragt und annimmt. Unsere Große ist ganz anders und hat viel gelesen und 1000 Leute gefragt und doch bekommen es beide anders – aber super hin. Oft sage ich , setzt Euch nicht unter Druck – ihr seid die Mami, liebt eure Mäuse und da macht ihr schon alles richtig. Hört auf euer Gefühl. Es ist egal ob man 6 Monate oder 12 stillt- wirklich. Wir erfahren nur viel viel mehr durch die neuen Medien und das macht auch ein bissel verrückt.
    Es gibt die Hebamme, die Oma, eine gute Freundin und den Kinderarzt – da kann nix schief gehen. Lest nicht alles Mamablogs 😉 nur vernünftige.
    Alles wird gut, wir sind Naturgeschöpfe .

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    • November 8, 2017 um 9:02 pm
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      So sehe ich es auch und ich traue es mir auch absolut zu, dass ich ein gute Gefühl für die Kleine entwickeln werde. Ich freue mich einfach sehr drauf, was das kleine Wunder mit mir/uns macht.

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