Das Nationalmuseum in Kopenhagen

 

Das Nationalmuseum in Kopenhagen

Es ist kein Geheimnis, dass ich in gewissen Dingen ein ausgewachsener Kulturbanause bin. Für künstlerische Dinge oder tolle alte Gebäude kann ich mich zwar begeistern aber dann hört es meistens auch schon auf. Meine Mutsch steht auf alte Steine und das Mittelalter, mein Dad ist geschichtlich in jede Richtung interessiert und sogar Mr. Z kann sich für Museen begeistern. Nachdem ich nur das Beste vom Nationalmuseum Kopenhagen gehört habe, musste ich mich natürlich auch selbst davon überzeugen.

Das dänische Nationalmuseum oder auch Nationalmuseet, erstreckt sich über 3 Etagen und steht im Zentrum von Kopenhagen. Der Besucher erfährt auf 10.000 Quadratmetern verteilt eine Menge über die Kulturgeschichte Dänemarks. Auf den verschieden Etagen erfährt man alles zur Vor- und Frühgeschichte, über das Mittelalter und die Renaissance, bis in die Neuzeit. Ich habe keine Ahnung wie viele Tonscherben, Waffen, Büsten und Gemälde ich an diesem Tag gesehen habe. Es war wirklich spannend nach so langer Zeit mal wieder in einem richtig tollen und  berühmten Museum zu sein. Aber ich will ehrlich sein, es ist einfach nicht meins. Ich war erschlagen von den vielen kleinsten Kleinteilen. Diese Sachen sind tausende Jahre alt und begeistern eben so viele Besucher aber ich werde mir keine Jahreskarte für das Museum kaufen. Natürlich bin auch ich begeistert von den Mumien, großen Skulpturen und den Kronleuchtern der Könige aber bei der 12. Tonscherbe bin ich raus. Es hat mich ehrlich gesagt selbst geärgert und ich wusste auch nicht, wie ich es hier für euch beschreiben soll. Wer outet sich schon gern als Geschichtsmuffel. Zu meiner Verteidigung möchte ich sagen: ich hatte Geschichte Leistungskurs 🙂 Fazit des Tage: Nicht das Museum ist das Problem, sondern ich und meine Interessen. Ich glaube Geschichtsfans, Historiker und meine Eltern sind in diesem Museum im Paradies. Was mir allerdings aufgefallen ist, die meisten Frauen sind beim Schmuck des Adels stehen geblieben. Dort habe ich auch immer wieder Kraft getankt 🙂

Wahrscheinlich ist es auch ein kleiner Nachteil für mich, dass die Ausstellungsstücke “nur” auf Dänisch und Englisch beschrieben waren. Bei den wirklich langen Texttafeln zu den einzelnen Stücken, fällt es so wahrscheinlich schwerer locker durch das Museum zu schlendern. Aber wie gesagt, mich kann man da nicht als Norm nehmen. Ich hoffe ich konnte euch das Museum dennoch schmackhaft machen.

Bis letztes Jahr hatte man übrigens in vielen Museen Dänemarks freien Eintritt, seit diesem Jahr kostet der Besuch 75 Kronen  (10 Euro). Wenn man bedenkt, was man dafür geboten bekommt und dass man sich theoretisch den ganzen Tag dort aufhalten kann, ein Schnäppchen. Wir waren knapp zwei Stunden drin, dann war auch der Wissensdurst von Mr. Z erstmal gestillt 🙂 Interessant ist auch, dass die Besucher des Museums durchschnittlich 1,5 Stunden in der Ausstellung sind. Offensichtlich sind wir also auch nicht “banausicher” als andere 🙂

Nähere Infos zum Museum findet ihr hier.

Danach kam mein kultureller Höhepunkt an diesen Tag: Superkilen. Dazu erfahrt ihr aber erst im nächsten Beitrag mehr 🙂

 

4 Gedanken zu „Das Nationalmuseum in Kopenhagen

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