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Kopenhagen – Langenreinsdorf und zurück

 

Mit der Fähre ins scheinbar unerreichbare Sachsen

Es ist schon wirklich eine Frechheit, wie lang ihr auf einen neuen Blogeintrag warten musstet. Allerdings sind die Besuche in Kopenhagen, im Vergleich zu unseren Gästen in Stuttgart, um 500 Prozent gestiegen, ich führe quasi ein Hotel 🙂 Natürlich darf das keine Ausrede sein und ich gebe alles, um die textlosen und damit tristen Tage wieder gut zu machen. Eine weitere Entschuldigung für meine Blogabstinenz, ist der 60. Geburtstag von Vattke, letztes Wochenende, im schönen Langenreinsdorf. Dieses geniale Hoffest, mit nahezu allen bekannten und geliebten Menschen, bekommt allerdings einen eigenen Text. So schön das Wochenende in Sachsen auch war, die Anreise wird einem aus Kopenhagen nicht leicht gemacht.

Es gibt zwei Möglichkeiten (die für uns in Frage kommen, man könnte auch Zug fahren) nach Langenreinsdorf oder zumindest erst einmal in die Nähe zu kommen: Flugzeug und Fähre. Mit dem Flieger nach Stuttgart war nie ein Problem, Leipzig wird allerdings von Kopenhagen aus nicht direkt angeflogen, Dresden auch nicht.  Eine direkte Verbindung gibt es allerdings zwischen Kopenhagen und Berlin, keine Stunde Flug und man ist da. Das klingt zwar gut, ich wohnen aber eben in Langenreinsdorf. Wenn wir also in Berlin landen, muss ein Mietwagen her und es geht noch einmal drei Stunden auf die Autobahn Richtung Heimat, alles andere als ideal. Wenn man dagegen Dresden oder Leipzig anfliegen will, muss man mit einem Zwischenstopp leben (dadurch verlängert sich die Reisezeit natürlich enorm) und dann mit dem Zug weiter fahren oder ein Auto mieten. Teuer sind die Flüge nicht, wenn man flexibel ist und die Reise früh genug plant. Für 60 Euro kann man schon dabei sein, hin und zurück, pro Person.

Wir sind allerdings selten flexibel, müssen unsere Reisen an den Arbeitszeiten von Mr. Z orientieren. Deshalb kam Fliegen diesmal nicht in Frage, wir sind Auto und Fähre gefahren. Die Fähre nach Rostock startet in Gedser, 90 Minuten von unserem Haus entfernt. Also ging es nach der Arbeit zum Fährhafen, die Tickets haben wir bereits vorher im Internet gebucht. So kann man sicher gehen, dass man definitiv einen Platz auf der gewünschten Fähr bekommt. Für 250 Euro geht es mit einem normalen PKW und zwei Personen nach Rostock und zurück. Die Fahrzeit beträgt ca. eine Stunde und 45 Minuten. Die Fähre fährt täglich aller zwei Stunden. Kommt man überraschend früher an der Fähre an, kann man die reservierte Fähre auch umbuchen, eher fahren. Dies geht natürlich nur, wenn noch Platz auf dem Kutter ist. Für 125 Euro geht es also nach Rostock und zurück, pro Person. Der Vorteil ist, dass man das eigene Auto an Mann hat und nicht noch kosten für einen Mietwagen oder den Zug anfallen. Damit hat der Schwabe den verpassten günstigen Flug wieder rein 🙂 Spaß! Zurück zum Thema: Von Rostock aus braucht man noch einmal ca 4 1/2 Stunden nach Langenreinsdorf. Die Gesamtreisezeit Kopenhagen-Langenreinsdorf liegt daher bei ca. 8 Stunden. Durch die Wartezeiten beim Fliegen, das Umsteigen, Zug- oder Mietautofahren, wäre man auf dem Luftweg wahrscheinlich nur minimal schneller da.

Das Fahren mit der Fähre ist natürlich ein Erlebnis. Mal abgesehen von dem Erlebnis, welches mein seekranker Körper bei jeder Überfahrt hat, wenn er in den Notfall-Brech-Schwindel-Darm-Modus schaltet 🙂 Wir sind auf der Hinfahrt mit der etwas älteren Fähre “Kronprinz Frederik” gefahren, zurück haben wir das FS “Berlin” kennengelernt. Der Unterschied zwischen beiden Fährschiffen ist enorm. Die “Berlin” ist eine neue Hybridfähre und hat für 1.300 Passagiere und 460 PKWs Platz. Auf dieser Fähre vergisst man zwischen riesen Shops und Restaurants sogar, dass man ja eigentlich seekrank ist 🙂 Die Currywurst schmeckt übrigens auf beiden Fähren hervorragend. Aber macht euch doch einfach selbst bald ein Bild von der Wurst, den Fähren und dem wundervollen Kopenhagen. 🙂

PS: Nicht zu vergessen sind natürlich die Benzinkosten. Die hätte man beim Leihwagen dann aber auch. Danke Sandy.

Infos zur tollen FS Berlin: https://www.scandlines.de/uber-scandlines/neuefahre.aspx

9 Gedanken zu „Kopenhagen – Langenreinsdorf und zurück

  • Oktober 13, 2016 um 10:30 am
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    Wie immer – besser als Zeitung lesen 👍

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  • Oktober 13, 2016 um 10:40 am
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    Echt wieder sehr lesenswert 👍☺️

    P.S.: Du hast die Benzinkosten vergessen 😝

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    • Oktober 13, 2016 um 10:43 am
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      Stimmt, ich bin eben nicht gefahren 🙂

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  • Oktober 13, 2016 um 12:06 pm
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    Herrlich und @ Sandy ja besser als Zeitung lesen. Danke Kristina.

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    • Oktober 13, 2016 um 12:12 pm
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      Ich freue mich wirklich sehr über Eure Kommentare, vielen Dank. So macht das Schreiben gleich doppelt Spaß!!

      Antworten
  • Oktober 13, 2016 um 1:03 pm
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    Also, wenn ich den Bericht so lese, müssen wir doch mit Auto und Fähre anreisen, Kronprinz Frederik würde Prinz Emil sicher sehr spannend finden!

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  • November 11, 2016 um 10:57 pm
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    hast du`s schonmal mit der bahn von berlin aus versucht? ich schaff es von stavanger nach langenreinsdorf in 6,5 stunden. stavanger -berlin -leipzig – crimmsche! allerdings sonntags u. die DB muss es gut meinen! kristina hatte bis jetzt keine probleme. lg u. weiterhin viel spaß in danmark!H

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    • November 11, 2016 um 11:10 pm
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      Hey, vielen Dank für den Tipp. Ich schaue mir das auf jeden Fall mal an. Von Kopenhagen nach Stuttgart waren es 11 Stunden. Mal schauen, was das Navi in die Heimat ausspuckt.

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  • November 11, 2016 um 11:28 pm
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    11 stunden? …da kannste ja bald laufen! zwinker
    bahn kostet berlin – crimmsche so um die 50 eu! wird ein leihwagen bestimmt auch kosten. vi snakkes

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