OP, 3 Wochen nach der Entbindung?

Wenn der Körper plötzlich streikt!

Die letzten Texte waren zur Bekanntgabe der Geburt unseres Sohnes und die Erläuterung warum er als “William” durchs Leben geht. Fest eingeplant war es nun, dass der nächste, nämlich dieser Blogpost hier zum Thema Geburt sein wird. Ich weiß doch wie sehr ihr euch darauf freut zu erfahren wie alles ablief und ob ich meine Wunschgeburt bekommen habe. Aber wie so oft kommt alles anders und ein anderes Thema drängt sich auf: Mein Blinddarm! 🙂 Nach der Geburt habe ich mich super schnell wieder fit und gesund gefühlt, um so überraschender kamen meine Schmerzen.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich drei Wochen nach der Entbindung diesen Text schreibe. Als ich vor ein paar Tagen leichte Bauchschmerzen bekam war ich mir sicher, dass das Frühstück einfach zu blähend war, Radieschen habe ich schließlich die ganze Schwangerschaft gemieden, weil William in meinem Bauch äußerst empfindlich auf alles reagiert hat, was für Stimmung im Darm sorgt. Ihr wisst schon: “Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen” und jedes Radieschen offensichtlich auch, dachte ich. Der leckere Salat in einem gemütlichen Café sollte also Schuld sein. Gegen Nachmittag werden die Bauchschmerzen dann deutlich unangenehmer, ich bekomme jetzt Angst, dass es doch irgendwas mit der nur knapp zurückliegenden Entbindung zu tun hat. Blähend fühlt sich nichts mehr an, es tut einfach weh und beim Laufen wird es schlimmer. Am Abend wandern die Schmerzen langsam nach unten und ich spüre, dass es weder der Magen noch der Darm ist, die mir zu schaffen machen. Diese Tatsache beruhigt mich jedoch nicht, im Gegenteil.

Was ist, wenn bei der Geburt doch etwas kaputt gegangen ist, was nicht kaputt gehen sollte?! Ich frage Sandra Janik, die Hebamme meines Vertrauens und beschreibe ihr meine Symptome. Sie konnte mir bisher immer helfen und wusste zu all meinen Anliegen einen Rat, vor allem wenn es um die kleinen Würmchen ging. Durch ihre Rückfragen wird mir sofort klar welchen Verdacht sie hat und in diesem Moment weiß ich auch, dass sie richtig liegt. Aber ich verdränge das mal noch eine Weile. Die Schmerzen sind mittlerweile nur noch im rechten Unterbauch zu spüren. Ich kann mein rechtes Bein nicht anheben, ohne dass es wie verrückt im Unterleib sticht. Wenn ich auf den schmerzenden Punkt drücke durchfährt mich ein stechender Schmerz. Alles schreit: Blinddarm. Allerdings habe ich kein Fieber, muss mich nicht übergeben und irgendwie rede ich mir ein, dass es mir eigentlich deutlich schlechter gehen müsste, wenn es der Blinddarm wäre.

In der Nacht brach dann allerdings die Hölle los. Immer wenn ich mich zum Stillen aufsetzen wollte bin ich vor Schmerzen fast nicht hoch gekommen. Spätestens in diesem Moment ermahnte mich Mr. Z am nächsten Morgen den Hausarzt aufzusuchen. In der Nacht mit Liva (2) und William (3 Wochen) ins Krankenhaus zu fahren wäre einfach ein riesen Akt gewesen. Und wie gesagt, kein Fieber, kein Erbrechen, “nur” Schmerzen. Ich dachte noch immer, dass sich das schon bessern wird.

Am nächsten Morgen ist nichts besser. Der Hausarzt schickt mich nach seinem Abtast-Check direkt weiter ins Krankenhaus. Ich dachte immer es sei idiotensicher einen entzündeten Blinddarm zu diagnostizieren, ist es nicht. Ich ging 11.45 Uhr zum Hausarzt, die endgültig Diagnose hatte ich erst 4.00 Uhr in der Nacht.

Wie es weiter ging, ob der Blinddarm wirklich raus musste, warum Liva und William eine spannende Nacht im Krankenhaus hatten und wie mich eine Krankenschwester so sehr zum Weinen brachte, dass ich mich fast nicht mehr beruhigen konnte, was der Krankenhausaufenthalt für das Stillen heißt, warum unsere fehlende Familie im Ausland zum ersten Mal ein größeres Problem war, lest ihr im 2. Teil.

Lest hier:

Baby, wenn die Nacht zur Qual wird.

Dir gefällt, was ich schreibe? Hier findest du mein Buch. Ich würde mich freuen, wenn du mal reinschaust.
Liebe Grüße,
Eure Kristina vom Dorf

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