Der Schwangerschaftstest

 

Freude oder Panikattacke?

Wie versprochen möchte ich Euch an meiner Schwangerschaft teilhaben lassen und das natürlich so nah und ehrlich wie möglich. Unser Baby ist ein Wunschkind und dennoch hat mich meine Reaktion nach dem positiven Schwangerschaftstest irgendwie schockiert. Kein überglückliches Quicken, kein Aufbruch in den nächsten Babyladen und kein glückliches Tanzen durch die Wohnung. Aber wie soll man das auch in diesem Moment erfassen? Da war also diese zweite Linie aber sie war so hell und unscheinbar. Ich glaube ich habe den Test eine halbe Stunde bewegungslos angestarrt. Die Linie war da und sie ging auch nicht mehr weg aber der Reihe nach.

Ich hatte ja davon berichtet, dass ich nicht schon immer einen Kinderwunsch verspürt habe (Hier der Text). Ganz im Gegenteil, es kam spät aber dann relativ heftig. Nach meinem wundervollen Neffen war klar, Kinder sind unglaublich toll. Was kann es Schöneres geben, als eine Mischung aus Mr. Z und mir. Ich habe den Mann gefunden, mit dem ich mein Leben verbringen möchte und wir sind ein super Team. Warum also dieses Team nicht um eine kleine Person erweitern. Ein weiterer Grund für mich ein Kind zu bekommen: Ich möchte Leben schenken. Sicherlich klingt das erstmal sehr eigenartig aber ich bin meinen Eltern so unfassbar dankbar, dass ich hier sein darf. Leben darf. Danke auch an meine ältere Schwester Mady, offensichtlich war sie als Baby erträglich genug, damit meine Eltern nicht bereits nach Baby Nummer 1 die Lust verloren haben. Sie ist natürlich auch jetzt noch ganz ok. 😀 Ich liebe das Leben, bin sehr glücklich und genau dieses Gefühl möchte ich auch an jemanden weitergeben. Grund Nummer 3, den darf man aber nur hinter vorgehaltener Hand sagen: Die Welt braucht tolle, glückliche und witzige Kinder, die dann auch tolle Erwachsene werden. Ich hoffe ihr wisst was ich meine. Außerdem war es mir wichtig, dass meine zukünftigen Kinder in Spe in einem guten Umfeld aufwachsen und auch dieser Punkt ist absolut erfüllt. Wir haben tolle Großeltern, die bucklige Verwandtschaft ist äußerst witzig und auch finanziell wird es der Kleinen hoffentlich immer gut gehen. All diese Gründe hätte schon ausgereicht, um sich für ein Baby zu entscheiden. Der ausschlaggebende Punkt war aber am Ende ein Gefühl. Es hat etwas gefehlt, es war eine ganz kleine Sehnsucht. Nichts was einen unglücklich macht weil es nicht da ist und nur ab und zu auftritt, aber im Laufe der Zeit wurde die Vorstellung immer konkreter, ein kleiner Fußballer mit braunen Augen und den liebevollen Macken des Papas oder eine hyperaktive kleine Strahle-Diva mit blauen Augen, die viiiel zu viel redet. Gott sei Dank konnte ich auch Mr. Z mit meiner romantischen Vorstellung anstecken. Zurück zum Test:

Vielleicht lag es einfach auch daran, dass ich noch nicht damit gerechnet habe. Während sich die potentiellen Eltern in Spe noch damit anfreunden mussten, dass sie es wirklich darauf anlegen wollen, war es schon passiert. Natürlich haben wir viel über meinen wachsenden Kinderwunsch gesprochen und nicht selten gab es auch Bedenken. Warum etwas ändern, wo es uns doch so gut geht. Warum unsere Beziehung vor neue Herausforderungen stellen, wo es uns doch zusammen so gut geht. Welche Einschränkungen bringt ein Baby bei unserem Lebensstil mit sich? Das sind jetzt natürlich nur die negativen Gedanken, die positiven hatte ich ja schon erwähnt. Das kleine Wunder in meinem Bauch hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits entschieden – zum Glück. Wahrscheinlich ist die Lebenslust der Kleinen schon jetzt so groß wie meine. Warum warten bis die Eltern ihre unzähligen Bedenken zum tausendsten Mal ausdiskutieren – ich grätsche da jetzt einfach rein. Das wiederum kommt wohl eher vom -alternativlosen- Vater 🙂

Um bei der Wahrheit zu bleiben: Ich habe 4 Schwangerschaftstests gemacht. Wie gesagt, die zweite Linie war wirklich zart. 🙂 Also wurde in den Folgetagen munter weiter getestet. Das Ergebnis blieb das Gleiche und ich starrte noch immer ungläubig auf diese Dinger. Es machte keinen Unterschied, ob Apotheken-Test oder Lidl-Check, das Ergebnis war immer das Gleiche. POSITIV krass! Keiner auf dieser Welt wusste von meinem Geheimnis. Die ersten 5 Tage gab es nur uns zwei, den Zellhaufen und mich.

Nächste Aufgabe nach dem Test: Erkläre Mr. Z, dass wir dieses Jahr ein Weihnachtsgeschenk mehr brauchen und vor allem bekommen!

Wie ich ihm die Nachricht überbracht habe und wann wir es unseren Familie erzählt habe erfahrt ihr bald!

PS: Was war Eure erste Reaktion??

Lest hier: Wir werden Eltern – die offizielle Bekanntgabe 🙂

Lest hier: Gibt es nur hässliche Umstandsmode?

Lest hier: Schluss mit Bloggen – Elternzeit!

Lest hier: HILFE, ich werde Mama.

 

10 Gedanken zu „Der Schwangerschaftstest

  • September 20, 2017 um 2:45 pm
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    Ich warte auf den Folgetext!🙋🏻❤️

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  • September 20, 2017 um 8:41 pm
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    Ich hab erstmal gedacht: “Oh man, was haben wir gemacht!?” 🙄🙈
    Böttch sagte sofort: “Wie geil! Das war das, was ich mir immer gewünscht habe.” ….
    Da war ich schon sehr überrascht und natürlich unglaublich beruhigt!!!

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    • September 20, 2017 um 11:03 pm
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      Eine schöne Reaktion von ihm. Und deine kommt meiner gleich! 🙂

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  • September 21, 2017 um 8:43 am
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    1) Ich freue mich auf meine erste Nichte – unseren Ahnert´schen Knall wird sie auf jeden Fall bekommen. Denn diesen Knall konnten selbst die dominanten dominikanischen Gene von Emil´s Papi nicht verhinden.
    2) Ich war als Baby nicht nur erträglich, sondern bezaubernd – dran hat sich bis heute nichts geändert!!!
    3) Leben schenken und aus diesem Geschenk tolle Erwachsene zu machen ist wunderbar, aber auch sehr oft anstrengend und eine große Herausforderung. Die kleine dänische Prinzessin wird noch viel Stoff für weitere Beiträge deines Blogs liefern.
    GENIEßT ES!

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  • September 21, 2017 um 8:26 pm
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    Ich bin so glücklich ,das du deine Einstellung zum Thema Kinder bekommen(wenn auch ziemlich spät)geändert hast.Du wirst sehen,wenn “Wicki” den ersten Schrei von sich gibt,bist du der glücklichste Mensch und alle Strapazen sind vergessen.Genieße einfach alles(das Fußball spielen oder Tanzen in deinem Bauch)u. was noch spannendes kommt.

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  • September 21, 2017 um 10:15 pm
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    5 Tage lang diese umwerfende (im wahrsten Sinne des Wortes) Neuigkeit für sich behalten? Wahnsinn! Das hätte ich nicht gekonnt. Umso mehr interessiert mich natürlich die Reaktion deiner besseren Hälfte. Bin gespannt auf deinen nächsten Text!
    Bei mir gab es beim Blick auf den positiven Test diesen gewissen Freudenkick und ich bin völlig aus dem Häuschen durch das Badezimmer getanzt. Allerdings hab ich bei unserer “Großen” auch 9 Monate auf diesen Moment warten müssen. Ich frage mich, wie Frauen reagieren, die nach mehreren Jahren fleißigem “Üben” endlich positiv testen dürfen.

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    • September 22, 2017 um 7:41 am
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      Die 5 Tage “allein” waren auch echt nicht schön, hatten aber ihren (im Nachhinein dummen) Grund. Mehr dazu dann im nächsten Text. Deinen Tanz durch das Badezimmer hatte ich mir immer als “normale” Reaktion auf meinen Test vorgestellt. Aber es kam dann doch anderes…

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  • November 6, 2017 um 6:45 pm
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    Huhu Kristina,

    Wann kommt denn die Fortsetzung des Textes? Ganz liebe und erwartungsvolle Grüße,

    Nora 😉

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    • November 6, 2017 um 6:56 pm
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      Gut, dass du mich erinnerst. Ich plane ihn noch im November 🙂

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  • Dezember 2, 2017 um 7:55 am
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    Ich musste tatsächlich nachlesen, ob auch bei diesem Test “zwei Striche = schwanger” bedeutet ^^ Geiler war allerdings mein Mann, der hatte nicht nur schwitzige Hände, sondern erstmal Durchfall – zweimal… *hahaha* Wir konnten es beide nicht fassen (vor allem weil ich einfach überhaupt keinen Zyklus hatte), haben uns wahnsinnig gefreut und waren uns sofort einig, es so lange wie möglich für uns zu behalten und erstmal möglichst cool zu bleiben, für den Fall, dass Pünktchen doch nicht bei uns bleiben mag. Wie schön, dass es uns als Eltern haben wollte!!!

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